Der Gott und die Tugend lieben die Losung hinsichtlich der Freundschaft

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Deutung

#1
Der Spruch legt nahe: Das Hohe und das Gute halten sich an eine Losung, wenn es um Freundschaft geht. Im wirklichen Leben ist so eine Losung kein Zierwort, sondern ein Schlüssel: Wer „Freundschaft“ sagen kann, bekommt Hilfe, Hinweise, Nachsicht. Wer niemanden hat, bleibt draußen. So entsteht Nähe, aber auch ein stiller Vorteil für die, die Zeit, Kontakte und Sicherheit besitzen. Am Arbeitsplatz heißt es vor Feierabend: „Wir sind doch Freunde, bleib noch kurz.“ Die eine bleibt; die Stunden werden nicht bezahlt. Eine Alleinerziehende schreibt: „Kannst du die Kleine holen?“ – die Nachbarin springt wieder ein. Ein Praktikum geht an den, dessen Freundin jemanden kennt. Freundschaft stützt den Alltag, aber sie verteilt Lasten und Chancen ungleich. Hier zeigt sich die Grenze der Losung. Sie klingt warm und richtig, übersieht aber, wie knapp Kraft und Geld sind und wie oft Bitten nicht frei sind. Mitunter wird „Freundschaft“ zum Kennwort, mit dem Vorgesetzte Loyalität einfordern. Tröstlich bleibt: Nimmt man das Wort ernst, wird es konkret und bescheiden – ein Topf Suppe, ein Anruf, auch ein klares Nein. So bleibt Freundschaft Hilfe, ohne zur Verrechnung zu werden.

Deutung

#2
Herzdeutung: Wir tun gut, wenn wir die Parole der Freundschaft leben: Treue und Ehrlichkeit. Gott und das Gute freuen sich, wenn wir zueinander stehen. Freundschaft heißt: da sein, auch wenn es unbequem ist. Sie wächst, wenn wir wahr sprechen und freundlich handeln. So wird unser Miteinander stark. Alltagsbrücke: Du kommst müde nach Hause. Eine Freundin schreibt: „Kannst du kurz reden?“ Du kochst Tee, hörst zu, sagst: „Ich bin da.“ Kein großes Wort, nur Zeit und Ruhe. Das ist heute die Losung der Freundschaft. Musenmoment: Ein leises Wort: Ich bleibe. Zwei Hände, die nicht zählen. Im Raum der Treue wird es hell zwischen uns.